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WISSEN & IDEEN FÜRS ABI

Abizeitung gestalten: Inhalte, Steckbriefe und Redaktionsplan

Von der ersten Themenliste bis zur Druckfreigabe: ein Redaktionsplan für eine Abizeitung, die euren Jahrgang fair und persönlich zeigt.

Eine Abizeitung bewahrt nicht nur Namen und Fotos. Sie erzählt, was diesen Jahrgang miteinander verbindet: den ersten Schultag, verrückte Projektideen, Klassenfahrten und die Menschen hinter den Kurslisten. Damit aus vielen Einzeldateien ein stimmiges Heft wird, braucht ihr früh eine kleine Redaktion und einen klaren Plan. Die folgenden Vorschläge sind eine Arbeitsgrundlage für Schülerinnen, Schüler und begleitende Lehrkräfte.

Ein Inhaltsverzeichnis, mit dem ihr anfangen könnt

Plant feste Grundbausteine und ergänzt persönliche Kapitel. Ein mögliches Inhaltsverzeichnis: Vorwort, Jahrgangsfoto, Steckbriefe, Kurs- und Klassenberichte, Interview mit der Schulleitung, Erinnerungen an Projekte und Fahrten, Dankesworte sowie ein Blick in die Zukunft. Dazwischen können kleine Formate wie Lieblingsorte der Schule, ein Jahrgangsquiz oder die Frage „Was nehmen wir aus dieser Zeit mit?“ stehen.

Trennt Erinnerung, Meinung und Information erkennbar. Eine veränderte Anekdote sollte nicht wie ein gesichertes Ereignis wirken; ein Scherz über eine echte Person muss für diese Person ebenfalls in Ordnung sein. Die bpb gibt Anregungen zum Schreiben für Schülerzeitungen und hebt den Bezug zur Leserschaft sowie die Verantwortung beim öffentlichen Schreiben hervor.

Steckbriefe: lieber gute Fragen als peinliche Rankings

Ein gemeinsamer Fragebogen erleichtert die Gestaltung. Fragt beispielsweise nach einer schönen Erinnerung, einem überraschenden Lernerlebnis, dem liebsten Schulort, einem Dankeschön und einer Idee für die Zeit nach dem Abi. Eine freiwillige Antwort wie „Das möchte ich noch ausprobieren“ lässt mehr Raum als die Erwartung, schon einen kompletten Lebensplan zu haben.

  • Welcher Moment aus der Schulzeit bleibt dir besonders in Erinnerung?
  • Wofür möchtest du jemandem aus der Stufe danken?
  • Was hast du außerhalb des Unterrichts gelernt?
  • Was möchtest du deinem zukünftigen Ich mitgeben?
  • Welches Foto möchtest du von dir veröffentlichen?

Gebt ein klares Textlimit und ein Abgabedatum vor. Lasst jede Person ihren fertigen Steckbrief vor der Veröffentlichung prüfen. Verzichtet auf Ranglisten zu Aussehen, Beziehungen oder vermeintlichen Schwächen. Auch ein gedrucktes Erinnerungsbuch kann Jahre später noch weitergegeben oder fotografiert werden.

Vier Arbeitsbereiche statt einer überlasteten Person

Teilt die Arbeit in Redaktion, Bildauswahl, Gestaltung und Organisation auf. Jede Aufgabe bekommt eine verantwortliche Person und eine Vertretung. Eine gemeinsame Übersicht zeigt, welche Beiträge angefragt, eingegangen, korrigiert und freigegeben sind. Legt Dateinamen fest und arbeitet mit einer eindeutig bezeichneten Endfassung. Änderungen nach der Freigabe gehören zurück in die Kontrolle.

Klärt früh mit der Schule und den Beteiligten, welche Texte, Fotos und Logos ihr verwenden dürft. Printausgabe und öffentliche Online-Veröffentlichung sind getrennte Entscheidungen. Eine Einführung zu den dafür relevanten Themen bietet das Kultusministerium Baden-Württemberg mit Hinweisen zu Urheberrecht und Datenschutz an Schulen. Die konkrete Veröffentlichung solltet ihr mit den zuständigen Ansprechpersonen abstimmen.

Vor dem Druck: einmal vom Anfang bis zum Ende prüfen

Lasst Namen, Bildunterschriften, Seitenzahlen und Inhaltsverzeichnis von mehreren Personen kontrollieren. Bestellt, wenn möglich, ein Muster oder prüft einen vollständigen Ausdruck. Fragt die Druckerei nach Endformat, Beschnitt, Bindung, geeigneter Bildqualität und passendem Seitenumfang. Entscheidet erst danach über Auflage und Preis. So vermeidet ihr, dass eine spontane zusätzliche Seite kurz vor Schluss das gesamte Layout verändert.

Für einen gemeinsamen roten Faden können Abimotto und Abisprüche auch in der Abizeitung wiederkehren. Ein kurzer Titel funktioniert auf dem Umschlag, während ein persönlicher Abi-Plakat-Entwurf eine einzelne Person hervorheben darf. Beides soll zu eurer Stufe passen, ohne dass jedes Medium gleich aussehen muss.